Stadtfeld
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Stadtfeld (früher: Wilhelmstadt) ist ein westlich der Altstadt gelegener Stadtteil Magdeburgs. Er wird durch den West-/Europaring unterteilt in Stadtfeld Ost und Stadtfeld West. Der Stadtteil wird durchflossen von der Schrote. Im Sommer 1996 hat der sogenannte Autohasser in Stadtfeld sein Unwesen getrieben.
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[Bearbeiten] Stadtfeld Ost
[Bearbeiten] Entwicklung der Wohnbebauung
Das Gebiet des heutigen Stadtteils lag historisch außerhalb der Anlagen der Festung Magdeburg. Aufgrund der militärischen Bestimmungen durfte das Vorfeld der Festung nicht mit festen Bauwerken verstellt werden. Im 19. Jahrhundert wurden in diesem Gebiet eine Reihe leichter Fachwerkhäuser errichtet, welche den baulichen Anforderungen der Rayonvorschriften genügen mussten. Von diesen Rayonhäusern haben nur wenige bis heute überdauert. Erst mit Aufhebung der Rayonvorschriften 1891 setzte eine rege Bautätigkeit in diesem Teil der Stadt ein. Die für diese Zeit (Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert) typischen Gründerzeithäuser machen nach wie vor einen Großteil der Bebauung des Stadtteils aus. 1892 wurde der Stadtteil in Wilhelmstadt umbenannt. Die Bevölkerungszahl stieg von 2.380 im Jahr 1871 sprunghaft auf 32.898 im Jahr 1910 an.Nach dem ersten Weltkrieg erfolgte eine weitere signifikante Erweiterung der Wohnbebauung mit der Anlage der Siedlung Westernplan. Diese ab 1924 errichtete Wohnsiedlung besteht sowohl aus einstöckigen Wohnhäusern als auch aus mehrgeschossigen Wohnblöcken.
Kriegsschäden wurden durch Bombenangriffe hauptsächlich im Bereich der Annastraße sowie Olvenstedter/Ebendorfer Straße hervorgerufen. Die dort entstandenen Baulücken wurden in der DDR durch die Errichtung von Wohnblöcken großflächig geschlossen. In der Martin-Agricola-Straße befindet sich mit 220m Magdeburgs längster Wohnblock. Er gehört zum Wohngebiet zwischen Olvenstedter Platz, Europaring und Goethestraße. Dieses Wohngebiet wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts errichtet und umfasst 1.500 Wohnungen.
[Bearbeiten] Gewerbebauten
Die heutige Hermann-Gieseler-Halle wurde 1922 als Großmarkt- und Ausstellungshalle "Land und Stadt" von Bruno Taut und Johannes Göderitz entworfen. Bis zum Bau der Bördelandhalle war das Gebäude Magdeburgs wichtigste Sporthalle. Das repräsentative Gebäude der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost an der Ecke Gerhart-Hauptmann-Straße / Goethestraße diente ursprünglich als Sitz einer Magdeburger Versicherung, dann als Sitz der Bezirksleitung der SED.
[Bearbeiten] Schlachthof
Nach jahrzehntelanger Verzögerung konnte der Schlachthof nördlich der Eisenbahnstrecke nach Sudenburg gebaut und 1893 eröffnet werden. Bereits in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts waren die Anlagen veraltet und neue Gebäude und Hallen wurden nach Plänen von Johannes Göderitz errichtet. Die Gebäude überzeugen durch funktionale und ansprechende Industriearchitektur im Stil des Neuen Bauens.
Nach dem Krieg entstand aus dem Schlachthof das Fleischkombinat Magdeburg. Das Kombinat diente in der DDR der Versorgung des Bezirks Magdeburg und der Stadt mit Fleisch. Nach Abwicklung des Fleischkombinats erfolgte zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Umwidmung und ein Teilabriss des Areals. Die stadtgeschichtlich wertvolle Gesamtlösung aus Schlachthof und Viehmarkt lässt sich daher mittlerweile nicht mehr in der Architektur der einzelnen Funktionsbauten besichtigen. In der ehemaligen Schweinemarkthalle befindet sich inzwischen ein großer Supermarkt (Kaufland).
[Bearbeiten] Stadtfeld West
Stadtfeld West gliedert sich in die in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts errichtete Hermann-Beims-Siedlung, den Lindenweiler und den zu DDR-Zeiten erschlossenen Bereich Spielhagenstraße. In Stadtfeld West befindet sich Magdeburgs größter Friedhof, der Westfriedhof. Auf ihm wurden die Opfer des Bombenangriffs vom 16. Januar 1945 bestattet.
[Bearbeiten] Quellen
- Prof. Dr. Dr. eh. Lehmann et al., Magdeburg und seine Umgebung, Akademie-Verlag, Berlin 1972
Alte Neustadt, Alt Olvenstedt, Altstadt, Barleber See, Berliner Chaussee, Beyendorfer Grund, Beyendorf-Sohlen, Brückfeld, Buckau, Cracau, Diesdorf, Fermersleben, Gewerbegebiet Nord, Großer Silberberg, Herrenkrug, Hopfengarten, Industriehafen, Kannenstieg, Kreuzhorst, Leipziger Straße, Lemsdorf, Neu Olvenstedt, Neue Neustadt, Neustädter Feld, Neustädter See, Nordwest, Ottersleben, Pechau, Prester, Randau-Calenberge, Reform, Rothensee, Salbke, Stadtfeld Ost, Stadtfeld West, Sudenburg, Sülzegrund, Werder, Westerhüsen und Zipkeleben bilden zusammen die Stadt Magdeburg.