Rundfunksender Burg

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210 Meter hoher Stahlrohrmast und Dreieckflächenantenne des Senders Burg

Der Rundfunksender Burg ist eine der größten Sendeanlagen in Deutschland. Er ging 1953 in Betrieb und diente zu DDR-Zeiten zur Verbreitung des Programms DDR-1 auf 783 kHz mit 1000 kW-Sendeleistung und des russischen Soldatensenders Radio Wolga auf 261 kHz. Heute dient die Anlage zur Verbreitung des Signals des Senders DCF 39 für Funksteuerzwecke auf 139 kHz. Dieser Funkdienst dient der Fernsteuerung von elektrischen Verbrauchern, wie bspw. Straßenlampen. Markantestes Bauwerk der Anlage ist ein 324 Meter hoher abgespannter Sendemast. Er trug zu DDR-Zeiten eine ARRT-Antenne für die Mittelwellenausstrahlungen des Hochleistungssenders und heute eine Reusenantenne. Er ist im Unterschied zu den meisten anderen Sendemasten für Lang- und Mittelwelle geerdet.

Der zweithöchste Sendemast ist ein 210 Meter hoher, gegen Erde isolierter Stahlrohrmast. Dieser Sendemast besaß bis zum Jahr 2006 einen gleich hohen "Bruder" nebenan. Daneben existieren auf dem Areal noch 6 70 Meter hohe, freistehende, geerdete Stahlfachwerktürme, an denen horizontale Dipolantennen aufgehangen sind, über die das Programm der Stimme Russlands auf 1575 kHz gesendet wird. Daneben existiert noch eine an 3 50 Meter hohen Stahlfachwerkmasten befestigte Dreieckflächenantenne.

Von 1968 bis 1976 existierte nahe dem Ortsteil Gütter ein 350 Meter hoher Sendemast zur Verbreitung des Programms von Radio Wolga. Er stürzte am 18. Februar 1976 wegen eines defekten Bolzens ein und wurde nicht wieder aufgebaut. Seine Funktion übernahm einer der beiden 210 Meter hohen Rohrmaste. Es existieren noch einige Fundamente von diesem Sendemast.

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