Festung Magdeburg
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Auf einem Teil des Gebiets der Festung Magdeburg steht heute der Hauptbahnhof.
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[Bearbeiten] Geschichte
Stadtbefestigungen sind archäologisch bis zur vorottonischen Zeit nachgewiesen.
[Bearbeiten] Mittelalter
Um 1550 wurde an der südwestlichen Ecke der Stadt ein Rondell, die Heydeckschanze errichtet. Auf dem Gelände des Rondells wurde später das Kulturhistorische Museum gebaut.
[Bearbeiten] 19. Jahrhundert
In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Bau mehrerer Eisenbahnlinien nach Magdeburg. In die Festungsanlagen wurden Eisenbahntore eingelassen und die Einfahrten durch weitere Baumaßnahmen gesichert.
1866 wird ein Gürtel aus 12 Forts rings um die Stadt Magdeburg angelegt. Von 1869 bis 1874 wird die Stadtbefestigung im Süden und Westen nach außen verlagert, um Platz für den Hauptbahnhof und andere neue Gebäude zu schaffen. Aus dieser Zeit ist ein größeres Ensemble, bestehend aus den Kavalieren 5 und 6 sowie Teilen des Ravelins 2 mitsamt Graben und Doppelkaponniere erhalten geblieben. Diese Anlagen können in der Maybachstraße besichtigt werden.
Gegen 1890 wurde der Festungsgürtel nochmals verstärkt durch ein weiteres Fort und den Bau von 6 Zwischenwerken.
[Bearbeiten] Gefängnis
Das Fort Berge und die Zitadelle wurden gleichfalls als preußisches Staatsgefängnis genutzt. Prominente Häftlinge waren:
- Gerhard Cornelius von Walrave, Festungsbaumeister, hatte u.a. auch an der Festung Magdeburg mitgewirkt
- Friedrich Freiherr von der Trenck
- Fritz Reuter
- Werner von Siemens, Offizier, Erfinder und Industrieller
- Józef Piłsudski, polnischer Marschall
[Bearbeiten] Noch existierende Teile der Festung
- Bastion Cleve
- Fort 12
- Kaserne Mark
- Kavalier 1 "Scharnhorst"
- Kavalier 5
- Kavalier 6
- Lukasklause
- Ravelin 2
[Bearbeiten] Quellen
- Prof. Dr. Dr. eh. Lehmann et al., Magdeburg und seine Umgebung, Akademie-Verlag, Berlin 1972