Breiter Weg
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Der Breite Weg war neben der Prager Straße in Dresden die berühmteste Barockstraße Deutschlands. Sie wurde bis auf 2 Barockhäuser im 2. Weltkrieg komplett zerstört.
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[Bearbeiten] Verlauf
Der Breite Weg führt vom Universitätsplatz zum Hasselbachplatz und verläuft parallel zur Otto-von-Guericke-Straße.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] 17. bis Mitte 20. Jahrhundert
Nach der Zerstörung Magdeburgs im Dreißigjährigen Krieg erfolgte der Wiederaufbau der Straße mit Häusern im Barockstil. Lediglich zwei Barockhäuser, die Nummern 178 und 179 haben die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg überstanden. Eine weitere Bebauungswelle erlebte der Breite Weg in der Gründerzeit, wobei zahlreiche, äußerst repräsentative Bauten entstanden. Die Bausubstanz dieser Epoche hat ebenfalls großflächige Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfahren, Überreste finden sich hauptsächlich rund um den Hasselbachplatz bzw. in Form der Hauptpost, jetzt als Justizzentrum genutzt. Hinter den großzügigen Fassaden lagen jedoch oftmals verwinkelte Hinterhöfe und verzweigte Gassen mit schlechten Wohnverhältnissen und sehr hoher Bevölkerungsdichte.
[Bearbeiten] In der DDR
Eine Inschrift am Bärbogen erinnert an den Beginn des Wiederaufbaus der Stadt, der 1951 noch vor dem Nationalen Aufbauwerk (NAW) begann. Bis 1952 entstand in diesem Bereich eine Ladenstraße. Während der Südabschnitt des Breiten Weges nur mit einzelnen Blocks in Großtafelbauweise versehen wurde und mittlerweile architektonisch sehr kontrastreich wirkt, wurde der Nordabschnitt der Straße großflächig einheitlich neugestaltet.
Neben zahlreichen neungeschossigen weißgefliesten Wohnblocks mit integrierten Ladenstraßen wurden im als Fußgängerzone ausgewiesenen Nordabschnitt Restaurants, das Centrum-Warenhaus, der Blaue Bock sowie als höchstes Gebäude mit 45m das Haus der Lehrer errichtet. Neu errichtete Springbrunnen, Bänke, Denkmäler, Plastiken, Pflanzkästen und Hochbeete unterstrichen den Charakter als Flaniermeile. Bis zu 70m breit war der Fußgängerbereich.
[Bearbeiten] Nach der Wende
Ab Mitte der Neunziger Jahre verödete der Nordabschnitt des Breiten Weges im Bereich zwischen Karstadt und Uniplatz zusehends. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurde der Weg durch neue Ladenstraßen stark verengt und mehrere kleinere Geschäfte neu angesiedelt.
[Bearbeiten] Umbenennung
Zu DDR-Zeiten wurde der Breite Weg in Karl-Marx-Straße umbenannt. Nach der Wende wurde der Name wieder in Breiter Weg geändert.
[Bearbeiten] Hausnummern
- 4
- 8-10
- Zahnarzt Dirk Thriemer
- 16
- 20
- 23
- 27
- 38
- 40
- 109
- 119-121
- 128
- 173
- 180
- 222
- Bürgerbüro Mitte
- 228
- 251
[Bearbeiten] Quellen
- Prof. Dr. Dr. eh. Lehmann et al., Magdeburg und seine Umgebung, Akademie-Verlag, Berlin 1972, S. 76f.
- Heinz Glade, TOURIST-Stadtführer Magdeburg, VEB TOURIST Verlag Berlin, Leipzig 1977; S. 56f.